Das CECB+ Energieaudit: ein unverzichtbares Werkzeug, um Renovierungsbeihilfen in der Schweiz zu erhalten

Das CECB+ Energieaudit: ein unverzichtbares Werkzeug, um Renovierungsbeihilfen in der Schweiz zu erhalten

Bevor Sie energetische Sanierungsarbeiten in der Schweiz durchführen, ist es wichtig, die tatsächliche Leistung Ihres Gebäudes und die vorrangigen Verbesserungen zu kennen, die in Betracht gezogen werden sollten. Genau das ist die Aufgabe des CECB+ (Kantonales Energiezertifikat für Gebäude Plus): eine umfassende Diagnose, die die Energieeffizienz des Wohnraums bewertet und einen konkreten und priorisierten Sanierungsplan vorschlägt.

Dieses Audit ist oft obligatorisch, um Bundes-, Kantons- oder Gemeindesubventionen zu erhalten (insbesondere im Rahmen des Gebäudeprogramms). Es stellt daher einen strategischen Schritt dar, sowohl technisch als auch finanziell.

Avenir Rénovations Schweiz erklärt Ihnen im Detail, was das CECB+ ist, wie es funktioniert, was es kostet und warum es unerlässlich ist, um von den Hilfen für energetische Sanierungen zu profitieren.

Was ist das CECB+?

Das Kantonale Energiezertifikat für Gebäude (CECB) ist ein offizielles Dokument, das den energieverbrauch eines Gebäudes und dessen Umweltauswirkungen bewertet.
Das CECB+ ist eine erweiterte Version dieses Zertifikats: Neben dem Diagnosebericht bietet es einen maßgeschneiderten Sanierungsplan mit konkreten Verbesserungsszenarien.

Das CECB+ wird in der gesamten Schweiz anerkannt und ist zwischen den Kantonen harmonisiert. Es dient als Referenz für Eigentümer, Architekten, Unternehmen und Verwaltungen.

Der CECB+-Bericht umfasst:

  • Eine Bewertung der aktuellen energieeffizienz des Gebäudes,
  • Eine Klassifizierung (von A bis G) der Effizienz der Gebäudehülle und des Gesamtverbrauchs,
  • Mehrere Vorschläge für schrittweise Renovierungen mit Kostenschätzungen und Energieeinsparungen,
  • Eine Berechnung der Rentabilität und der CO₂-Emissionsreduktionen.

Warum ist das CECB+ für Renovierungsbeihilfen verpflichtend?

In den meisten Schweizer Kantonen ist die Durchführung eines CECB+-Energieaudits eine Voraussetzung für den Erhalt öffentlicher Fördermittel.
Diese Diagnose ermöglicht es den Behörden zu überprüfen, ob das geplante Projekt sinnvoll, effizient und den energetischen Standards entspricht.

Hauptgründe:

  1. Technische Begründung der Subventionen
    Das CECB+ beweist, dass die geförderten Arbeiten (Dämmung, Heizung, Fenster usw.) eine tatsächliche energetische Verbesserung bringen.

  2. Erstellung eines vorrangigen Sanierungsplans
    Das Audit identifiziert die rentabelsten Maßnahmen, um das Budget und die verfügbaren Fördermittel zu optimieren.

  3. Überwachung der Leistung nach den Arbeiten
    Die Kantone können die Ergebnisse vor und nach der Renovierung vergleichen, um die ordnungsgemäße Verwendung öffentlicher Mittel zu gewährleisten.

  4. Nationale Harmonisierung
    Das CECB+ wird in allen französischsprachigen Kantonen anerkannt, was die administrativen Verfahren vereinfacht.

Die verschiedenen Arten von CECB-Audits

Zertifikatstyp Hauptziel Inhalt Verwendung
Standard CECB Bewertung der aktuellen energieeffizienz Vereinfachte Bilanz ohne Vorschläge Verpflichtend bei Verkauf oder Vermietung
CECB+ Analyse und Planung von energetischen Verbesserungen Umfassende Diagnose + Sanierungsplan Erforderlich für den Erhalt von Subventionen

Das CECB+ ist daher unerlässlich, wenn Sie eine subventionierte energetische Sanierung durchführen möchten.

Kosten und Subventionen für die Erstellung eines CECB+

Die Erstellung eines CECB+ stellt eine moderat anfängliche Investition dar, die schnell durch die Fördermittel, die sie ermöglicht, amortisiert wird.

Durchschnittskosten:

  • Zwischen 900 und 1.500 CHF für ein Einfamilienhaus,
  • Bis zu 3.000 CHF für ein Mehrfamilienhaus.

Verfügbare Subventionen:

  • Viele Kantone subventionieren teilweise die Kosten des CECB+.
  • Der Betrag variiert zwischen 300 und 1.000 CHF, je nach Region und Gebäudetyp.

Beispiele:

  • Kanton Waadt: Prämie von bis zu 800 CHF für die Erstellung eines CECB+.
  • Kanton Freiburg: Mindestbeteiligung von 500 CHF.
  • Kanton Wallis: Subvention von 300 bis 700 CHF je nach Komplexität.
  • Kanton Neuenburg: Pauschale Unterstützung von 600 CHF für Wohngebäude.

Die Diagnose ist somit weitgehend zugänglich und wird oft zu einem großen Teil erstattet.

Ablauf eines CECB+-Energieaudits

Schritt 1: Informationssammlung

Der zertifizierte CECB-Berater sammelt die Pläne des Gebäudes, die technischen Daten der Anlagen (Heizung, Lüftung, Dämmung) und die aktuellen Energiekostenabrechnungen.

Schritt 2: Besichtigung des Gebäudes

Eine umfassende Inspektion vor Ort wird durchgeführt: Analyse der thermischen Hülle, der Fenster, des Daches, des Heizungs- und Lüftungssystems.

Schritt 3: Bewertung und Berechnungen

Der Spezialist führt die energetischen Berechnungen mit der offiziellen CECB-Software durch.
Die Verbrauchswerte und Wärmeverluste werden anhand verschiedener Szenarien simuliert.

Schritt 4: Erstellung des Berichts

Der Abschlussbericht enthält:

  • die aktuelle Energiebewertung (A bis G),
  • die Verbesserungsvorschläge,
  • die potenziellen Einsparungen und notwendigen Investitionen,
  • einen Sanierungsplan für kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen.

Schritt 5: Präsentation beim Eigentümer

Der Berater erklärt die Ergebnisse und die Prioritäten, die beachtet werden sollten, um die Rentabilität der Arbeiten und der verfügbaren Fördermittel zu maximieren.

Konkretes Beispiel: CECB+ und energetische Sanierung in Lausanne

Ausgangssituation: Ein 1985 erbautes Haus, das mit Heizöl beheizt wird, mit alter Dämmung und Einfachverglasung....

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