1 - Schritt 1: Die Gebäudestruktur sichern
Bauliche Mängel müssen zuerst behoben werden. Ein sich ausweitender Riss, ein abgesackter Boden, ein geschwächter Dachstuhl oder eine unvorsichtig veränderte Tragwand können die Sicherheit des Hauses gefährden.
Je nach Diagnose können die Massnahmen die Instandsetzung eines Teils des Dachstuhls, die Verstärkung einer Decke, die Konsolidierung einer Wand oder die Behebung von Bodenbewegungen umfassen. Diese Arbeiten sind die Grundvoraussetzung für das gesamte restliche Projekt. Es wäre sinnvoll, keine neuen Beläge auf einen instabilen Untergrund aufzubringen.
2 - Schritt 2: Das Haus vor Wasser schützen
Ein Altbau muss anschliessend dauerhaft vor Regen und Feuchtigkeit geschützt werden. Es gilt, die Eindeckung, die Dachanschlüsse, Dachrinnen, Fallrohre, Fassaden und die Abdichtung der Öffnungen zu überprüfen.
Im Inneren können Flecken, anhaltende Gerüche oder kalte Wände auf Versickerungen, aufsteigende Feuchtigkeit, ein Leck oder eine unzureichende Lüftung hinweisen. Es ist essenziell, die Ursache zu ermitteln, bevor die Wände neu gestrichen werden. Das Überdecken von Spuren, ohne deren Herkunft zu lösen, verschiebt das Problem nur.
3 - Schritt 3: Die Gebäudehülle und Lüftung verbessern
Sobald das Gebäude trocken und gesund ist, kann die energetische Sanierung beginnen. In vielen Altbauten stellt das Dach einen wesentlichen Punkt für Wärmeverluste dar. Seine Dämmung hat daher oft Priorität, gefolgt je nach Bedarf von Wänden, Kellerdecken und Fenstern.
Der Austausch der Fenster sollte jedoch nicht isoliert beschlossen werden. Ein dichter gemachtes Haus muss über eine angepasste Lüftung verfügen, um Feuchtigkeit abzuführen und die Luftqualität zu erhalten. Dämmung, Bauelemente, Heizung und Lüftung müssen eine stimmige Einheit bilden.
Eine Energiebilanz hilft dabei, die Massnahmen je nach Zustand des Wohnraums, der Bauweise und dem verfügbaren Budget zu gewichten. Da die Fördergelder je nach Kanton und Gemeinde variieren, muss deren Verfügbarkeit vor der Unterzeichnung der Angebote und dem Baubeginn geprüft werden.
4 - Schritt 4: Technische Leitungen und Netze absichern
Elektrizität, Sanitär, Abwasser und Heizung müssen vor den Abschlussarbeiten überprüft werden. Eine veraltete Installation kann Risiken darstellen, Störungen verursachen oder nicht mehr den aktuellen Nutzungen entsprechen.
Diese Phase kann die Erneuerung der Verteilerkästen und Stromkreise, den Ersatz von Rohrleitungen, die Modernisierung der Warmwasseraufbereitung oder die Installation einer effizienteren Heizung umfassen. Es ist zudem ratsam, zukünftige Standorte für Küche, Badezimmer, Steckdosen und Beleuchtung vorauszusehen. Auf diese Weise können die technischen Leitungswege vor dem Schliessen der Wände und Böden verlegt werden.
5 - Schritt 5: Umgestaltung und Endarbeiten ausführen
Sobald Struktur, Abdichtung, Gebäudehülle und Leitungen instand gesetzt sind, kann die innere Raumaufteilung in Angriff genommen werden. Das Entfernen einer Trennwand, das Schaffen einer Öffnung oder der Dachausbau müssen sorgfältig geprüft werden, insbesondere wenn tragende Elemente betroffen sind.
Bodenbeläge, Anstriche, die Küche und dekorative Elemente kommen als Letztes an die Reihe. Diese Organisation schützt neue Materialien vor schweren Bauarbeiten und sorgt für langlebigere Ergebnisse.